Das niederdeutsche Fachhallenhaus wie auch das utlandfriesische Haus geht zurück auf vorgeschichtliche Wohn-Stallhäuser. Ausgrabungen belegen diesen Zusammenhang vielfältig.
Eines wurde 1953 auf einem sehr alten Siedlungsplatz, der Warft»Tofting« bei Tönning, ausgegraben.
Eine Rekonstruktion steht in Mitteljütland in Mosegaard bei Aarhus. Hallenhäuser wurden nach diesem Prinzip bis in das 20. Jahrhundert erbaut.
In den Dörfern Stapelholms, östlich von Friedrichstadt stehen viele gut erhaltene Hallenhäuser. Die Stapelholmer Hallenhäuser sind bis in das späte 15. Jahrhundert zu datieren. Sie gehören zu den ältesten in Nordwestdeutschland.
Abb. 1 Das niederdeutsche Fachhallenhaus aus dem Dorf Ostenfeld (NF) wurde 1899 nach Husum transloziert und dort erstes deutsche Freilichtmuseum
Abb. 2 Die Grootdäl wird hier Loh genannt (Ostenfelder Bauernhaus)
Abb. 3 Fachhallenhaus mit späterer Erweiterung durch einen Winkelanbau nach rechts
Abb. 4 Das Fachhallenhaus in Seeth (Landschaft Stapelholm) wurde um 1600 errichtet. Die Lohhtür (Grootdör) ist zurückgesetzt. Diese Form heißt Heckschur.
Abb. 5 Grundriß eines Fachhallenhauses (schematisch)
Abb. 6 Erntelagerung im Hallenhaus auf dem Boden über der Diele (nach G. Wolf)