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Utlandfriesisches Haus

Menschen und Tiere unter einem Dach.

Das Haus der Weidebauern in den sogenannten Utlanden war ein Einhaus: Menschen und Tiere lebten unter einem Dach. Da Getreide kaum angebaut wurde, brauchte es keine Dreschdiele. Der Wohnteil ist durch eine Querdiele vom Wirtschaftsteil, dem Stall, getrennt. Der Stall ist von der Schmalseite zugänglich und längs aufgeschlossen. Das ist sichtbar an der Stalltür, die in der Schmalseite angeordnet ist.

Die Ständerkonstruktion, die das Dach trägt, mit den niedrigen Wänden war für einen Eingang von der Längsseite ungünstig. Die Ständer waren ursprünglich Pfosten, das sind eingegrabene Hölzer. Auf den Halligen war das Eingraben der Pfosten bis in das 17. Jahrhundert noch üblich.

Die Pfosten gaben dem Haus bei Sturmfluten Halt, sogar wenn die Wände zerstört wurden.
Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde das utlandfriesische Haus mit einem wandtragenden Dach ohne Ständer gebaut. Der vom Giebel her erschlossene Stallgrundriss blieb.

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Abb. 1 Utlandfriesisches Haus, hier als Winkelanbau, »in die Fünf« gebaut

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Abb. 2 Grundriß eines utlandfriesischen Hauses

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Abb. 3 Utlandfriesisches Haus mit jüngerem Anbau auf der Insel Sylt

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Abb. 4 Utlandfriesisches Haus mit Winkelanbauten auf der Insel Föhr

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