Aktuelle Erkenntnisse zur Baugeschichte  

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Das Hausgerüst des Utlandfriesischen Hauses (s. Zeichnung L.C. Peters 1929) stimmt mit dem frühen Hausgerüst des Hauses Jöns von 1536 (s. Zeichnung A. Lühning, MA), des Niederdeutschen Hallenhauses Norderstapel, überein. Vermutungen einiger Hausforscher finden hier den Beweis.

Konstruktionsprinzipien

Querschnitt Wohnteil nach L.C. Peters „Nordfriesland“ 1929, Skizze E. Bauer 7/2020  Hausgerüst Querschnitt. Entspricht der Konstruktion von Haus Axen von 1648, Risum-Lindholm, und Haus von 1669, Langenhorn

1 - Utlandfriesisches Haus
Querschnitt Wohnteil nach L.C. Peters „Nordfriesland“ 1929, Skizze E. Bauer 7/2020

Hausgerüst Querschnitt. Entspricht der Konstruktion von Haus Axen von 1648, Risum-Lindholm, und Haus von 1669, Langenhorn

Niederdeutsches Hallenhaus Querschnitt Bereich Diele. Fachhallenhaus Jöns von 1536, Norderstapel, Zustand nach 1536

2 - Niederdeutsches Hallenhaus
Querschnitt Bereich Diele. Fachhallenhaus Jöns von 1536, Norderstapel, Zustand nach 1536

Zeichnerische Rekonstruktion Dr. Arnold Lühning, MA 02/1996, Konstruktionsbezeichnungen E. Bauer, 2020

Niederdeutsches Hallenhaus Querschnitt Bereich Diele. Fachhallenhaus Jöns von 1536, Norderstapel, Zustand um 1627  Zeichnerische Rekonstruktion Dr. Arnold Lühning, MA 02/1996, Konstruktionsbezeichnungen E. Bauer, 2020

3 - Niederdeutsches Hallenhaus
Querschnitt Bereich Diele. Fachhallenhaus Jöns von 1536, Norderstapel, Zustand um 1627

Zeichnerische Rekonstruktion Dr. Arnold Lühning, MA 02/1996, Konstruktionsbezeichnungen E. Bauer, 2020

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Zu der Einstufung der zwei verwandten Hausgerüste des ehemaligen Kirchspielskruges Poppenbüll (Rauchhaus und Langhaus, 16.  Jh.) in Eiderstedt finden weiterhin Forschungen statt. 

(Bestandsaufnahmen E. Bauer und Joh. Mathiessen)

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Das Niederdeutsche Hallenhaus, das mit Gerüsten aus dem 16.  Jh. in der Landschaft Stapelholm zahlreich erhalten ist, wird dort, wo die Wirtschaftskraft der Landwirtschaft dieses erforderlich machte, vom jüngeren Geesthardenhaus abgelöst – z.B. in Ostenfeld bei Husum.

(1899: Rettung durch Translozierung „Ostenfelder Bauernhaus“ als Freilichtmuseum in Husum)

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In friesisch besiedelten Geestrandgebieten überformt oder verdrängt das Geesthardenhaus als größerer Haustyp mit mehr Bergeraum und praktischer Viehaufstallung das ältere und kleinere Utlandfriesische Haus.

(z.B. Dörpum / Langenhorn / Enge-Sande)

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Scheunen mit einer wandnahen Ständer-Rähm-Konstruktion sind seit jeher Erweiterungsbauten sowohl für das Utlandfriesische Haus als auch für das Geesthardenhaus. Sie sind auch Teil der Vier- und Dreiseithofanlagen.

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Der „Rote Haubarg“ hat durch die dendrochronologische Untersuchung von 2018 eine Datierung des 8-Ständergerüstes der Bauzeit von 1665 erfahren. Bisher lag nur die Einschätzung von Friedrich Saeftel vor auf 1649 (nach der Flut von 1634). Die Aufstellung des südlichen Ständerpaares auf Mauerwerk des älteren Vorgängerbaus und die Befunde sind durch Auswertung der Steinmessungen nachgewiesen.

Roter Haubarg von 1665: Ziegelsteinbefunde des Vorgängerbaus aus Klostersteinen im Vörhus (vermutl. 16. Jh) pink markiert
Roter Haubarg von 1665: Ziegelsteinbefunde des Vorgängerbaus aus Klostersteinen im Vörhus (vermutl. 16. Jh) pink markiert

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