Mauerwerksverband 

Text: Ellen Bauer

Kreuzverband

Die Gebäude in Nordfriesland und damit auch der Nordfriesischen Hauslandschaft zeichnen sich im Zeitraum von 1500 bis etwa 1950 durch den einheitlichen, praktikablen Kreuzverband aus. Das bedeutet fachlich: in der Vertikalen wechselt eine Läuferschicht mit einer Binderschicht, um einen Viertel Stein versetzt.

Das führt zu dem Mauerwerksbild der sich wiederholenden Kreuze in der Ansicht. Der Verband ist einfach anzulegen, er führt zu großer Stabilität der Mauer. Es entsteht eine Mauer von 1-Stein (sparsam) oder 1½-Stein, den erforderlichen Mauerwerksstärken der Bauernhaustypen der Nordfriesischen Hauslandschaft.

Die Lager- und Stossfugen sind ca. 1 cm stark oder dünner. Der kostbaren Muschelkalk zur Verfugung wurde sparsam verwendet. Aufgesetzt in Lehm, war wegen der Stabilität eine zu dicke Bettung als Lagerfuge auch nicht ratsam.

Sehr selten ist der Gotische Verband. Er verweist auf ein hohes Alter und ist deshalb nur noch an Kirchen zu finden (Datierung ca. 1250-1450). Reste sind gelegentlich im Sockelmauerwerk bürgerlicher Gebäude aufzuspüren.

Vertiefend zu diesem Thema aus dem IG Baupflege Archiv

Maueranker 03/2012: Instandsetzung von Ziegelmauerwerk

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