Schäden & Maßnahmen

Text und Fotos: Ellen Bauer

Mauerwerkssanierung 

Beispiel: Mauerwerkssanierung 2017 mit Muschelkalkmörtel. Haubarg Trindamm von 1825, Tetenbüll

Giebel Nord-Ost – ausgewaschene Fugen im Sockelbereich, Ausscheren von Mauerteilen oben links

Fundamentfreilegung – die erste Ecke ist angelegt

Fundamentfreilegung – die erste Ecke ist angelegt

Stückweise Abbau des defekten Mauerwerks mit Abstützungen

Stückweise Abbau des defekten Mauerwerks mit Abstützungen

Teile der 1 1/2 Stein starken Wand können stehen bleiben. Freilegung der Lehmvermauerung

Teile der 1 1/2 Stein starken Wand können stehen bleiben. Freilegung der Lehmvermauerung

Haubarg Trindamm, Tetenbüll, 1825: Mauerwerkssanierung mit Muschelkalkmörtel 2017. Handwerklicher Erfolg: vorhandene Ziegel werden mit „neuen“ „verwoben“ – „verkaufte Schichten“ nicht mehr zu erkennen.

Handwerklicher Erfolg: vorhandene Ziegel werden mit „neuen“ „verwoben“ – „verkaufte Schichten“ nicht mehr zu erkennen

Schadensbefunde und Reparaturmaßnahmen

Beispiele verschiedener Gebäude, siehe Bildtexte

Weniger hart gebrannte Steine, sog Bleekers, verpliestern. Solche Befunde nicht sorgfältig geprüfter Steine treten erst nach Jahren zutage. Auch bei Sanierungen mit wiederverwendeten Steinen kann das passieren
Weniger hart gebrannte Steine, sog Bleekers, verpliestern. Solche Befunde nicht sorgfältig geprüfter Steine treten erst nach Jahren zutage. Auch bei Sanierungen mit wiederverwendeten Steinen kann das passieren
Falsche Verfugung, die Klostersteine (gut hart gebrannt) verpliestern durch Feuchte und Frost. Die Fugen aus zu fettem Zementmörtel ermöglichen Absorption der Feuchte und keine Diffusion. Der durchnässte Stein gefriert und platzt ab. Nicht beachtete Leckstellen von oben verstärken partiell solche Schäden
Falsche Verfugung, die Klostersteine (gut hart gebrannt) verpliestern durch Feuchte und Frost. Die Fugen aus zu fettem Zementmörtel ermöglichen Absorption der Feuchte und keine Diffusion. Der durchnässte Stein gefriert und platzt ab. Nicht beachtete Leckstellen von oben verstärken partiell solche Schäden
Historisches Mauerwerk aus verschiedenen Jahrhunderten, Kirche Garding. Setzungsrisse wurden mit Muschelkalkmörtel repariert. Muschelkalk ist hochhydraulischer Kalk, als Mörtel feuchteresistent, stabilisierend, elastisch, gut geeignet für solche Problemfälle
Historisches Mauerwerk aus verschiedenen Jahrhunderten, Kirche Garding. Setzungsrisse wurden mit Muschelkalkmörtel repariert. Muschelkalk ist hochhydraulischer Kalk, als Mörtel feuchteresistent, stabilisierend, elastisch, gut geeignet für solche Problemfälle
Ziegelsteinmauerwerk 2 Steine stark (43 cm) vor ehemaligem Stallbereich des Haubargs. „Lebendiges Mauerwerk“ aus Naturmaterialien mit Flechten und Moosen. Beheizung würde die Bauphysik positiv verändern. Keine Feuchtigkeitsschäden an Stein und Fuge
Ziegelsteinmauerwerk 2 Steine stark (43 cm) vor ehemaligem Stallbereich des Haubargs. „Lebendiges Mauerwerk“ aus Naturmaterialien mit Flechten und Moosen. Beheizung würde die Bauphysik positiv verändern. Keine Feuchtigkeitsschäden an Stein und Fuge
Ziegelsteinmauerwerk im Bereich eines unbeheizten Wirtschaftsteiles. Die natürliche Durchfeuchtung befördert die Algen- , Flechten- und Moosbildung,  auch der schwere Fundamentstein aus hartem Granit der Haubargecke ist überzogen. Im abgeschrägten Ziegel bilden sich langsam Moospolster. Schädigungen sind nicht vorhanden. Ein Entfernen durch Abkratzen  oder Kärchern (Wasserstrahl unter Druck) würde weiteres Wachstum verhindern und die Abtrocknung fördern
Ziegelsteinmauerwerk im Bereich eines unbeheizten Wirtschaftsteiles. Die natürliche Durchfeuchtung befördert die Algen- , Flechten- und Moosbildung, auch der schwere Fundamentstein aus hartem Granit der Haubargecke ist überzogen. Im abgeschrägten Ziegel bilden sich langsam Moospolster. Schädigungen sind nicht vorhanden. Ein Entfernen durch Abkratzen oder Kärchern (Wasserstrahl unter Druck) würde weiteres Wachstum verhindern und die Abtrocknung fördern
Der Überstand des Reetdaches schützt das Mauerwerk vor Durchfeuchtung. Das Mauerwerk – 1980 aufgeführt aus wiederverwendeten, historischen Steinen – zeigt intakte Oberflächen. In der unteren Zone, die dem Regen, der Luftfeuchte und den Westwinden ausgesetzt ist, entwickelt sich langsam Flechtenbewuchs, der jedoch Stein und Fuge nicht schädigt. Der Grauschleier überzieht beide Materialien gleichermaßen. Keine Ausbrüche der Backsteine durch Feuchte und Frost. Fuge und Stein weisen einen ähnlichen Härtegrad auf
Der Überstand des Reetdaches schützt das Mauerwerk vor Durchfeuchtung. Das Mauerwerk – 1980 aufgeführt aus wiederverwendeten, historischen Steinen – zeigt intakte Oberflächen. In der unteren Zone, die dem Regen, der Luftfeuchte und den Westwinden ausgesetzt ist, entwickelt sich langsam Flechtenbewuchs, der jedoch Stein und Fuge nicht schädigt. Der Grauschleier überzieht beide Materialien gleichermaßen. Keine Ausbrüche der Backsteine durch Feuchte und Frost. Fuge und Stein weisen einen ähnlichen Härtegrad auf
Intaktes Mauerwerk (Stein 21/ 4,5/10) von 1820, da Mörtel und Stein bauphysikalisch von ähnlicher Konsistenz sind
Intaktes Mauerwerk (Stein 21/ 4,5/10) von 1820, da Mörtel und Stein bauphysikalisch von ähnlicher Konsistenz sind

Vertiefend zu diesem Thema aus dem IG Baupflege Archiv

Maueranker 03/2012: Instandsetzung von Ziegelmauerwerk
Maueranker 03/2017: Muschelkalk, Murplaat & Maueranker
Maueranker 04/1987: Feuchtigkeit in alten Häusern
Maueranker 03/1996: Die Praxis der Bauwerkerhaltung

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